Der hl. Josef –
Vorbild in den Familien und Schutzherr der Kirche

Wenn wir vom hl. Josef sprechen, denken wir unmittelbar an die Heilige Familie: Josef, Maria und JESUS. Diese Einheit der Heiligen Familie ist so gewaltig, dass sie ein Abbild der Einheit der Allerheiligsten DREIFALTIGKEIT ist. Es ist aber nicht nur die einzigartige Heiligkeit des hl. Josef zu bewundern, sondern vor allem seine hohe Würde als Nähr-und Pflegevater JESU sowie als Bräutigam der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria.

Diese ausserordentliche Würde galt nicht nur für seine irdische Lebenszeit, sondern hat glorreiches Fortbestehen im Himmel. JESUS liebte Josef, wie kein anderer Vater je auf Erden geliebt wurde. Wenn GOTT schon auf Erden Seinem Nähr- und Pflege­vater so treu war, wie sehr wird Er ihm nun auch im Himmel treu sein.

Wir wissen, dass der hl. Josef in dieser erhabenen Erwählung, wie sie kein anderer Heiliger hat, oftmals wie ein väterlicher Berater etwas seitlich hinter dem göttlichen Throne JESU steht. –

Der hl. Josef könnte für uns so viel mehr tun, wenn wir ihn nur öfter darum bitten würden. Dadurch würden wir, als Streitende Kirche, auch die Ehre und Glorie des hl. Josef vergrössern.

Schrecken der bösen Geister

Der hl. Josef hat eine ihm ganz eigene, stille Art, Schutzherr der Kirche zu sein.

Eigenartig ist auch: Wo man sich ihm anvertraut, findet man eine seltsame, tiefe Geborgenheit. Er war, ist und bleibt eben Vater. Schaut, Maria und Josef, die grössten Heiligen des Himmels, sie sind nicht hervorgetreten mit grossen öffentlichen Auftritten, An­sprachen oder was auch immer. Still und heilig haben sie ihre Standespflicht erfüllt. Maria wusch die Windeln, stand am Koch­herd, führte den Haushalt. Josef arbeitete wie ein Taglöhner als einfacher Zimmermann, um den Lebensunterhalt für seine Fa­milie zu verdienen. Er wurde mit der schlichten Arbeit gross. Und doch steht er nun im Himmel weit höher als jeder Papst. – Mit seiner Stille, Bescheidenheit und Demut, mit seinem immer noch Verkannt-Sein ist er zum Schutzherrn der Kirche, zum Schrecken der bösen Geister geworden. In Exorzismen habe ich selbst erfahren, was es heisst: „Heiliger Josef, Du Schrecken der bösen Geister …“ – Er ist tatsächlich der Schrecken der bösen Geister!

Hl. Josef
Hl. Josef

Manche fragen sich: „Aber wo ist denn der Schutzherr der Kirche heute? Warum kommt er der Kirche nicht zu Hilfe und rettet sie vor dem Fall?“ – Meine Lieben, der hl. Josef hätte die Macht, die dämonischen Machenschaften sofort zunichte zu machen und alles wieder aufzurichten. Aber die Spreu muss vom Weizen ge­trennt werden. Es ist dem Bösen seine Zeit gegeben, und erst dann, wenn GOTT sagt: „Nun ist es genug!“, wird auch der hl. Josef das Seinige dazutun. GOTT ist unüberwindbar! In Seiner Ge­rechtigkeit und nach Seinem Massstab bestimmt Er Zeit und Plan.

„Gegrüsst seist Du, heiliger Josef,
geliebter Nährvater JESU CHRISTI
und von GOTT erwählter Bräutigam Mariens.
Du bist voll der Gnaden,
denn der HERR ist mit Dir,
Du Gebenedeiter unter den Heiligen,
und gebenedeit ist Dein Pflegesohn JESUS.

Heiliger Josef,
bitte bei Deinem göttlichen Sohne für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen!“